Im Supplement-Markt wird viel versprochen und wenig gemessen. Diese Seite ist mein persönliches Sortier-System: Was ich nehme, was ich erst nach Laborwert entscheide, was ich bewusst weglasse — und warum. Sortiert nach Evidenz und Relevanz für mein Profil als Typ-2-Diabetiker unter Metformin und Semaglutid.
Viszerales Fett senkt = Insulinresistenz sinkt.
Besonders nach dem Essen — die Peaks kappen.
Schlechter Schlaf = 20–30 % schlechtere Insulinsensitivität.
Weniger Spitzen = weniger oxidativer Stress.
Statt einer endlosen Liste sortiere ich Supplemente nach Evidenz und persönlicher Relevanz. Was wissenschaftlich gut belegt und für mein Profil passend ist, kommt nach oben. Was unbegründet, unnötig oder riskant ist, fliegt raus.
Gut belegt, klar begründet für mein Profil. Nehme ich oder werde ich nehmen.
Erst messen, dann gezielt substituieren. Nicht blind raten.
Sinnvoll nur, wenn eine spezifische Bedingung erfüllt ist.
Vertretbar, aber kein Muss. Nice-to-have.
Bestbelegtes Supplement bei diabetischer Polyneuropathie — und gleichzeitig stark entzündungshemmend. Doppelter Nutzen für mein Profil.
Fettlösliche Form von Vitamin B1 — kommt besser an die Nerven als wasserlösliches Thiamin. Klassiker in der Neuropathie-Therapie.
Reine Bisglycinat-Form, kein Oxid — magenfreundlich, nicht abführend. Wichtig unter Metformin (das senkt Mg) und an Semaglutid-Tagen mit Durchfallverlust. Glycin-Anteil unterstützt zusätzlich den Schlaf.
Algenöl statt Fischöl — vegan, schadstoffarm. Der wichtigste evidenzbasierte Entzündungshemmer. D3 + K2 in der Kombi sinnvoll, aber die D3-Dosis (1000 IE) ist Erhaltung — bei Mangel reicht das nicht.
Metformin senkt nachweislich die B12-Aufnahme — bei Langzeiteinnahme entwickeln 10–30 % einen Mangel. Heikel: B12-Mangel verursacht selbst Neuropathie, die sich von der diabetischen kaum unterscheiden lässt.
In Deutschland im Winter sind die meisten zu niedrig. Mangel ist mit Insulinresistenz und chronischer Entzündung assoziiert. Erst Spiegel messen, dann individuell dosieren — die 1000 IE im Omega-Kombi sind Erhaltung, kein Mangelausgleich.
Statine (Rosuvastatin) senken die körpereigene Q10-Produktion — das kann Muskelbeschwerden begünstigen. Q10 supplementieren macht Sinn, falls Muskelschmerzen, Schwäche oder Müdigkeit unter dem Statin auftreten. Ohne Beschwerden: nicht nötig.
Eines der wenigen Pflanzen-/Sportsupplemente mit harter Evidenz: in Kombination mit Krafttraining bessere Glukosekontrolle, mehr GLUT4 in der Muskelzelle, Schutz vor Sarkopenie unter Semaglutid. Allein ohne Training: kein BZ-Effekt — also erst sinnvoll, wenn die Kraft-Etappe beginnt.
Cofaktor im Insulinstoffwechsel, oft bei Diabetikern leicht erniedrigt. Nur bei nachgewiesenem Mangel substituieren — Dauerdosen können Kupfer verdrängen.
Entzündungshemmend, kann Insulinsensitivität leicht verbessern. Aber: nur als bioverfügbare Form (mit Piperin oder mizellar), reines Kurkumapulver wird kaum aufgenommen. Bei empfindlichem Magen vorsichtig.
Wirkt erstaunlich stark — fast wie ein zweites Metformin. Genau deshalb für mich gefährlich: neben Metformin + Semaglutid würde es Hypos riskieren, den Magen reizen und mit anderen Medikamenten interagieren. Wenn überhaupt, nur ärztlich verordnet als Alternative.
Gelenkpräparate für Arthrose — habe ich nicht. Meine „Beinschmerzen" sind Krämpfe und diabetische Neuropathie (Muskel/Nerv), nicht Knorpel. Falscher Mechanismus, schwache Evidenz, große Kapseln, Berichte über Magenschmerzen.
Klingt sinnvoll, ist es selten. Meist unterdosiert, intransparent, teuer und voll mit Zutaten, die ich entweder schon habe oder nicht brauche. Lieber Einzelpräparate gezielt einsetzen.
Paradoxer Effekt: zu viel B6 (>25 mg/Tag dauerhaft) kann selbst Neuropathie verursachen. Wenn überhaupt, dann nur als Teil eines moderaten B-Komplexes mit niedriger Dosis.
HbA1c ist nicht das ganze Bild. Die meisten T2D-Komplikationen — Herz, Nieren, Augen, Nerven — laufen über die Gefäße. Was sie kaputt macht und vor allem: was sie tatsächlich wieder gesund werden lässt. Sortiert nach Wirksamkeit, ehrlich eingeordnet.
Der stärkste einzelne Hebel. Bewegung stimuliert die Stickstoffmonoxid-Produktion an der Gefäßwand — messbare Verbesserung der Elastizität in 8–12 Wochen. 150 Min/Woche moderat reichen.
Glukose-Variabilität ist gefäßschädlicher als ein konstant erhöhter Wert. Flache Kurven = weniger oxidativer Stress, weniger Glykation. Der CGM-Sensor ist hier mein wichtigstes Werkzeug.
Jedes Kilo Bauchfett weniger reduziert die entzündliche Grundlast. Die Gefäße erholen sich proportional zum Gewichtsverlust — besonders im viszeralen Bereich.
Verbessert die Glukose-Aufnahme im Muskel direkt — weniger Schwankungen, mehr metabolische Stabilität. Senkt Ruheblutdruck moderat. Wird zur nächsten Etappe.
Schlechter Schlaf → erhöhter Sympathikotonus → Gefäßspannung. 7–8 Stunden mit Tiefschlaf = Gefäßregeneration. Bei nächtlichen SpO₂-Dips: Schlafapnoe ausschließen.
Senkt nicht nur Cholesterin, sondern stabilisiert auch arteriosklerotische Plaques und hat eigenständige antientzündliche Effekte. Einer der wenigen nachweislich lebensverlängernden Wirkstoffe bei T2D.
Senkt entzündliche Marker, verbessert Gefäßreaktivität, senkt Triglyceride. Gut belegt. Bei mir als Algenöl-Kombi.
Verbessern Endothelfunktion. Beeren, dunkle Schokolade, Olivenöl, grüner Tee. Einfach in den Alltag zu integrieren, BZ-neutral, schmecken.
Pflanzliche Nitrate werden im Körper zu Stickstoffmonoxid — der gleiche Botenstoff, den Bewegung stimuliert. Direkter Gefäßentspanner.
Hat leichte gefäßentspannende und blutdrucksenkende Wirkung. Bei Metformin-Patienten ohnehin sinnvoll wegen Aufnahmestörung.
Mangel mit Endothel-Dysfunktion assoziiert. Substitution bei Mangel verbessert Marker. Erst messen lassen — die 1000 IE in der Omega-Kombi sind Erhaltung, kein Mangelausgleich.
Chronischer Stress → erhöhtes Cortisol → Gefäßschäden. Was hilft: Spaziergänge, Hobbys, Atemübungen, weniger Bildschirmzeit abends.
Gefäßschützend und nierenschützend bei T2D. Würde der Diabetologe vorschlagen, wenn der diastolische Wert dauerhaft über 80 bleibt. Aktuell nicht angezeigt — aber im Hinterkopf für später.
Studienlage gemischt, aber sicher und günstig. Nur als bioverfügbare Form (mit Piperin oder mizellar). Bei empfindlichem Magen vorsichtig.
Moderat halten — aber nicht extremieren. Bei T2D ist Glukose der größere Treiber als Salz. Kein Mineralwasser-Verzicht nötig, aber kein Snack-Salzberg.
Bei vorgeschädigten Gefäßen paradoxer Effekt möglich — extreme Belastung kann mehr schaden als nutzen. Moderate Bewegung schlägt extreme.
Schädigen Gefäße und Nieren bei längerer Einnahme. Für gelegentliche Schmerzen okay, nicht als Dauertherapie. Bei chronischen Schmerzen besser ärztliche Alternativen.
Der größte Einzelschaden für Gefäße. Bei T2D plus Rauchen vervielfacht sich das kardiovaskuläre Risiko. Aufhören ist der wirksamste Schritt überhaupt.
Bevor ich blind supplementiere, lasse ich messen. Diese Werte liefern die Datenpunkte, um Tier 2 zu entscheiden und meinen Fortschritt zu verfolgen — sie sind günstig bis kostenlos und sagen mehr als jede Werbeaussage.